„KPIs für Digitale Souveränität“

Digitale Souveränität ist politisch gefordert, aber in der Praxis fehlen mess­bare Kriterien. Viele europäische Unternehmen wissen nicht, wo ihre Daten verarbeitet werden, wer darauf zugreift und wie sie im Krisenfall die Kon­t­rol­le behalten.

Strategische Autonomie entsteht erst, wenn Ver­trau­lich­keit, Integrität und Verfügbarkeit überprüfbar sind.

Ein Beispiel aus der Praxis zeigt die bestehende Lücke klar auf. Ein europäisches Unternehmen will im Rahmen einer Risikoanalyse nachvollziehen, welche sicherheitsrelevanten Daten das eingesetzte Endpoint-Tool sammelt.

Es geht um drei einfache Fragen.

  • Wo werden die Daten verarbeitet?
  • Wer kann darauf zugreifen?
  • Welche Einflussmöglichkeiten gibt es bei Anpassungen oder im Incident-Fall?

Die Antworten sind unbefriedigend. Denn die Dokumentationen sind lückenhaft, Logdaten liegen außerhalb Europas, und individuelle Anpassungen sind kaum möglich.

Noch bevor ein Sicherheitsvorfall eintritt, wird sichtbar, dass Kontrolle fehlt. Nicht auf technischer Ebene, sondern strukturell.

Autonomie messbar machen: drei Dimensionen der Kontrolle

Strategische Autonomie wird greifbar, wenn Unternehmen klare Maßstäbe anlegen. Im Kern geht es um drei Dimensionen. …
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